Citylauf Dresden -10 km

am 23.3.2025

Eigentlich geht es ja um nichts. Es ist nur zum Spaß. Keiner verdient Geld damit. Im Gegenteil – was bei manchem zu Kopfschütteln führt – wir bezahlen noch dafür.
Einfach nur ein Ausflug nach Dresden, um dort mit vielen andern dieses Hobby zu teilen. Ganz entspannt.

Aber es ist anders.
Es sind die zweifelnden Selbst-Fragen vor dem Start: Habe ich mich genug vorbereitet? Bin ich in Form? Wie schnell werde ich sein?
Eigentlich hatte ich ja einige Trainingskilometer die letzten Wochen gesammelt. Trotzdem:
Spielt das Wetter mit? Kurze Sachen oder lieber lange Laufhosen und langärmliges Shirt. Welche Laufschuhe?

Cool bleiben, es geht um nichts!
Nein, nein, das kann man sich einreden mit dem Cool bleiben. Der Körper weiß innerlich trotzdem, dass eine Herausforderung ansteht. Das merke ich schon an der Verdauung. Und das geht wahrscheinlich allen so, wie man an den Schlangen vor den mobilen Toiletten sehen kann.
Toilette, das muss auch noch in den Zeitplan vor dem Start passen. Dann Sachen abgeben, damit man im Ziel möglichst schnell was Warmes zum Drüberziehen hat.
Etwas Warmlaufen – nicht zu früh, sonst friert man noch bis zum Start. Aber auch nicht zu spät, denn man muss sich noch einen Platz in der Startaufstellung suchen, zwischen den ca. 2000 Startern. Nicht zu weit hinten, sonst kommt man auf dem ersten Kilometer zwischen den ganzen langsameren Läufern nicht vorwärts. Aber auch nicht zu weit vorne, das verleitet zum zu schnellen Losrennen.

Diese Gefahr zu schnell loszulaufen besteht sowieso immer. Das Adrenalin im Blut unterdrückt scheinbar jedes Tempogefühl. Ein zu hohes Tempo am Anfang rächt sich bitter auf späteren Kilometern. Zu langsames Loslaufen hingegen versaut das Ergebnis schon mal von Anfang an.

Das richtige Starttempo ist Erfahrungssache und vor allem eine Frage der Disziplin. Zum Glück gibt es heute gute Laufuhren, die einem schon nach wenigen hundert Metern sagen, ob die Pace stimmt. Meist zu schnell, und dann kommt die Disziplin ins Spiel. Obwohl es scheinbar noch überhaupt nicht anstrengt, muss man das Tempo drosseln. Das ist schon deswegen schwer, weil man ja plötzlich von anderen Läufern „stehen gelassen“ wird. Die sieht man allerdings gegen Ende oft wieder. Dann erst kommen nämlich die entscheidenden Kilometer, auf denen sich zeigt, wie gut man sich den Lauf eingeteilt hat.

nach 1 km

Bei mir hat es diesmal gut geklappt. Ich konnte das Tempo, abgesehen von ein paar leichten Anstiegen auf die Brücken und Gefälle wieder runter konstant halten. Die Zielzeit war entsprechend dem, was ich mir vorgenommen hatte.





332. von über 1000 Männern
8. der Altersklasse von 60

Also zufrieden, dazu die Glückshormone.

Jetzt schnell eine Jacke drüber und auf die andern im Ziel warten.
Alle sind gut angekommen. Es war ein schönes Event.

Zielvideo: